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Elektronische Passlösungen

Weltweit sehen Regierungen die Biometrie als ein Hilfsmittel an, unerwünschten Ausländern, die anhand gefälschter Pässe versuchen illegal einzureisen, die Einreise zu verweigern. Die verschlüsselte Speicherung von biometrischen Daten wie Fingerbild, Gesicht und/oder Iris auf elektronischen Pässen kann die Authentizität von Pässen und sonstigen Reisedokumenten oder Führerscheinen signifikant erhöhen. Dadurch würde ein Verlust des Ausweisdokumentes nicht mehr das Risiko eines Missbrauches durch Dritte implizieren, da mit einem entsprechenden System stets der Ausweisträger und das Ausweisdokument miteinander verifiziert werden können. Was Terroristen anbelangt, so kann die Biometrie jene Personen entlarven, die falsche Identitäten benutzen, jedoch keine Attentäter, die bisher nicht aufgefallen sind und unter richtigem Namen ein- und ausreisen. Auch sogenannte "Schläfer" können durch Biometrie nicht entdeckt werden.

Das in Deutschland verabschiedete Terrorismusbekämpfungsgesetz erlaubt generell die Speicherung von biometrischen Daten in Ausweispapieren. Für Visa-Anwendungen gibt es einen Vorschlag der EU-Kommission dahingehend, dass Gesichtserkennung und zwei Fingerabdrücke auf einem Radio-Frequenz-Chip innerhalb eines Reisedokumentes integriert werden. Biometrische Visa sollen eine mehrfache Erteilung von Visa an eine Person in verschiedenen EU-Ländern verhindern (bekannt als "`VISA-Shopping"'). Mit dem geplanten VISA-Informationssystem (VIS) sollen nationale und europäische Datenbanken verknüpft werden, um Abgleichungen vorzunehmen. In Deutschland dürfen nach den neuen Regelungen des Pass- und Personalausweisgesetzes seit Anfang 2002 Pässe und Personalausweise neben Lichtbild und Unterschrift auch weitere biometrische Merkmale von "`Fingern oder Händen oder Gesicht"' enthalten. Die Regelung schließt allerdings andere Verfahren aus. Dies betrifft dann auch die Iriserkennung, die nach Expertenmeinung am genauesten ist. Das PassG und PAuswG sehen damit Rechtsgrundlagen vor, nach denen die Einbringung biometrischer Daten in Pass und Personalausweis grundsätzlich zulässig ist. Diese Normen sind nicht bereits deshalb verfassungswidrig, weil Daten, die bislang lediglich von potentiellen Straftätern und Asylbewerbern gespeichert wurden, nun von allen Bürgern aufgenommen werden sollen. Entscheidend ist der Speicherzweck. Dieser liegt bei der Ausstellung des Ausweises oder Passes nicht in der Gefahrenvorsorge, sondern in dem ordnungsrechtlichen Zweck, einen zuverlässigen und fälschungssicheren Identätitätsausweis zu erstellen, woran ein großes öffentliches Interesse besteht. In 2001 waren über 500 Millionen maschinenlesbare Reisedokumente weltweit im Umlauf. Die International Civil Aviation Organization (ICAO) hat die Authentifikation mit Gesichtserkennung als die erfolgversprechendste Technologie mit maschinenlesbaren Reisedokumenten (MRTD) identifiziert. Demgegenüber bezeichnet etwa DAUGMAN die Entscheidung, bei Reisedokumenten lediglich die Gesichtserkennung einzusetzen, als schweren Fehler. Damit zielt er auf die mangelnde Genauigkeit der derzeitigen Gesichtserkennungsalgorithmen ab. Der Einsatz von Gesichtserkennung bei Personendokumenten liegt nahe, da die Verwendung von Lichtbildinformationen bei Personalausweisen und Reisepässen zumindest in nicht-islamischen Ländern gängige Praxis ist. Bisher ist allerdings noch nicht evaluiert worden, inwieweit Alterungseffekte mit zunehmendem Ausweisalter Einfluß auf die Erkennungsleistung nehmen. Es ist auf Grund der niedrigen Persistenz bzw. Langzeitbeständigkeit des biometrischen Merkmals Gesicht davon auszugehen, dass die Erkennungsgenauigkeit mit zunehmendem Ausweisalter abnimmt. Neben der Persistenz der biometrischen Daten ist insbesondere bei den elektronischen Pässen die Interoperabilität von großer Bedeutung, um zumindest an allen Grenzkontrollpunkten der Staaten des Schengener Abkommens die Überprüfung der biometrischen Daten vornehmen zu können. Um eine maximale Interoperabilität zu gewährleisten, ist aus technischer Sicht die Einhaltung der Vorgaben von der ICAO (International Civil Aviation Organisation) sinnvoll und notwendig. Für den angedachten deutschen digitalen Personalausweis auf der Grundlage einer intelligenten Chipkarte kommen in Bezug auf die Sicherstellung der Interoperabilität standardkonforme Lösungen nach ISO 7816 in Frage.

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